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Lyrik & Slam · by Jonas Schneider · 2026-11-04

Rilkes „Herbsttag“ trifft mich jedes Jahr Anfang November wie ein Brett

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. / Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.“ Ich lese das Gedicht jeden Herbst und finde es jedes Mal ein bisschen düsterer, je älter ich werde. Mit 17 fand ich es einfach schön melancholisch, heute klingt es fast wie eine Warnung. Gibt es Gedichte, die sich für euch mit dem eigenen Älterwerden komplett verändert haben?

31 sparks · 3 comments

Comments

Gentle Comet · 3 likes

Bei mir Kaléko, „Memento“. Mit 20 überlesen, nach dem Tod meines Vaters konnte ich es eine Weile gar nicht lesen

Brave Otter · 0 likes

Ich find ehrlich gesagt die letzte Strophe überschätzt, die erste ist das eigentliche Meisterwerk. „Herr: es ist Zeit.“ mehr braucht man nicht

Jonas Schneider · 13 likes

die Allee-Zeile am Ende ist doch der Punkt?? da wandert jemand unruhig hin und her, das ist das ganze Gefühl