Lyrik & Slam · by Jonas Schneider · 2026-11-04
Rilkes „Herbsttag“ trifft mich jedes Jahr Anfang November wie ein Brett
„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. / Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.“ Ich lese das Gedicht jeden Herbst und finde es jedes Mal ein bisschen düsterer, je älter ich werde. Mit 17 fand ich es einfach schön melancholisch, heute klingt es fast wie eine Warnung. Gibt es Gedichte, die sich für euch mit dem eigenen Älterwerden komplett verändert haben?
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